© FSAA Csilla Ruszthi

Formula Student Alpe Adria – Ein perfekter Abschluss der Jubiläumssaison

Die FSG war noch nicht ganz beendet, da bereitete sich unser Team bereits auf das nächste Event vor. Direkt im Anschluss machten wir uns auf den Weg nach Kroatien. Rund 11 Stunden Fahrt lagen vor uns, bevor wir spät in der Nacht unser Ziel erreichten.

An eine lange Verschnaufpause war jedoch nicht zu denken. Bereits am nächsten Morgen ging es früh mit dem Aufbau unserer Pit und des Campingplatzes weiter. Viel Zeit zur Erholung blieb also nicht – dafür umso mehr Motivation, die Saison mit einem weiteren starken Ergebnis abzuschließen.

 

Die Ergebnisse auf einen Blick

  • Overall: 2. von 42 Teams

 

  • Business Plan: 5. Platz
  • Cost Report: 2. Platz
  • Engineering Design: 3. Platz
  • Skidpad: 3. Platz
  • Acceleration: 4. Platz
  • Autocross: 7. Platz
  • Endurance: 3. Platz
  • Efficiency: 2. Platz

 

Erfolg war kein Geschenk

Dass wir als Favorit nach Kroatien reisten, bedeutete keineswegs, dass uns der Erfolg geschenkt wurde.

Bereits beim Scrutineering wurden wir vor eine unerwartete Herausforderung gestellt. Aufgrund eines Problems mussten Teile unserer Lenkung kurzfristig neu gefertigt werden. In einer echten Nacht-und-Nebel-Aktion machten wir uns an die Arbeit und konnten die benötigten Teile rechtzeitig fertigstellen.

Doch nicht nur das Scrutineering verlangte uns einiges ab. Auch die hohen Temperaturen waren während des gesamten Events ein erheblicher Faktor und stellten sowohl Fahrer als auch Fahrzeug vor zusätzliche Herausforderungen.

Trotzdem konnten wir sowohl in den statischen Disziplinen als auch auf der Strecke unsere Stärke unter Beweis stellen. Zwar war das Teilnehmerfeld mit 42 Teams kleiner als bei den vergangenen Events, doch auch in Kroatien trafen wir auf einige sehr starke Teams. Der Kampf um die vorderen Plätze blieb bis zum Ende spannend.

 

Der F-120 zeigt seine Stärke

Über das gesamte Event hinweg konnten wir eine konstant starke Performance abrufen. Besonders erfreulich war, dass wir in jeder einzelnen Disziplin unter den besten sieben Teams landeten.

Mit Platz 2 im Cost Report, Platz 3 im Engineering Design und starken Ergebnissen auf der Strecke sammelten wir kontinuierlich Punkte. Besonders die Kombination aus Performance und Effizienz spielte uns dabei in die Karten: Mit dem 2. Platz in der Efficiency konnten wir erneut zeigen, dass Geschwindigkeit und ein effizienter Umgang mit der Energie für uns kein Widerspruch sind.

Am Ende sollte sich genau diese Konstanz auszahlen.

Der F-117 ist wieder on track

Ein besonderes Highlight abseits unseres aktuellen Rennwagens war unser Alumni-Team, das einen echten Klassiker zurück auf die Strecke brachte: unseren legendären F-117.

Der F-117 war das letzte Verbrennerfahrzeug von High Speed Karlsruhe und schrieb bereits vor einigen Jahren Geschichte. Mit ihm konnten wir damals die FSG gewinnen und in Österreich den 2. Platz in der Gesamtwertung erreichen.

Drei Jahre später wurde das mittlerweile vergleichsweise alte Rennfahrzeug erneut zum Leben erweckt. Und der F-117 zeigte eindrucksvoll, dass er es noch immer kann: Auf der Strecke fuhr er erstaunlich starke Zeiten und sicherte sich in der Alumni-Wertung den 2. Platz.

Für unsere Alumni stand dabei natürlich nicht nur das Ergebnis im Vordergrund. Vor allem der Spaß, das Wiedersehen und die Möglichkeit, den legendären F-117 noch einmal über die Strecke zu jagen, machten den Einsatz zu einem besonderen Erlebnis.

Onboard-Aufnahmen des F-117 gibt es auf dem YouTube-Kanal unseres Alumni-Teams.

Ein denkbar knappes Finale

Über das gesamte Event hinweg konnten wir zeigen, wie stark und zuverlässig unser Konzept ist. Die Arbeit eines gesamten Jahres spiegelte sich in jeder Disziplin wider.

Dabei hörte die Entwicklung auch während der Events nie auf. Wir passten unsere Software weiter an, optimierten die Fahrzeugabstimmung und überarbeiteten unsere Präsentationen für die statischen Disziplinen. Jede noch so kleine Verbesserung konnte am Ende entscheidend sein.

Und genau das sollte sich bewahrheiten.

Mit 2. Platz in der Gesamtwertung lagen wir nur 0,1 Punkte vor dem dritten Sieger. Bei insgesamt 1.000 möglichen Punkten eine unglaublich knappe Entscheidung.

Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, worauf es in der Formula Student ankommt: Jedes Detail zählt. Ein kleiner Fehler, eine bessere Abstimmung oder ein zusätzlicher Punkt in einer statischen Disziplin kann am Ende über mehrere Plätze entscheiden.

Die 20. Saison geht zu Ende

Wir blicken stolz, glücklich und zugegebenermaßen auch ziemlich erschöpft auf dieses besondere Jahr zurück. Unser Jubiläum konnten wir mit einer Saison feiern, die in vielerlei Hinsicht Geschichte für High Speed Karlsruhe geschrieben hat.

Mit dem F-120 haben wir das schnellste Fahrzeug in der Geschichte von High Speed Karlsruhe entwickelt. Gleichzeitig konnten wir uns im internationalen World Ranking weiter nach vorne arbeiten und stehen nun auf dem 22. Platz von 518 aktiven EV Teams weltweit.

Noch bedeutender für unsere eigene Teamgeschichte ist jedoch ein anderer Erfolg: Mit dem F-120 haben wir das beste Gesamtergebnis eines Elektrofahrzeugs in der Geschichte von High Speed Karlsruhe erreicht.

 

Wir sind unglaublich stolz auf das, was unser gesamtes Team in dieser Saison erreicht hat.

Ein solcher Erfolg ist niemals die Leistung einzelner Personen. Deshalb möchten wir uns bei allen Partnern, Unterstützern, Alumni, Freunden und natürlich unseren Familien bedanken. Ohne eure Unterstützung wäre diese Saison nicht möglich gewesen.

Gemeinsam haben wir Großartiges erreicht.

Und jetzt? Erst einmal durchatmen. Danach geht die Arbeit weiter und die F-121 Saison geht in die Startlöcher.

Onboard-Aufnahmen unseres Rennwagens: YouTube

Offizielle Bilder des Events: FSAA Media