Nach unserem erfolgreichen Auftakt bei der FSAustria blieb uns genau eine Woche, um den F-120 weiterzuentwickeln. Von Pause konnte dabei kaum die Rede sein: In dieser Woche wurde das Fahrzeug nahezu nonstop optimiert, abgestimmt und für das nächste große Event vorbereitet. Unser Ziel war klar – maximale Performance aus unserem Fahrzeug herauszuholen.
Anschließend ging es weiter zur Formula Student Germany (FSG) am Hockenheimring – dem größten und wohl renommiertesten Formula-Student-Event der Welt. Hier trafen wir auf 80 Teams aus aller Welt, darunter zahlreiche der stärksten und technisch anspruchsvollsten Hochschulteams. Eine leichte Konkurrenz war also nicht zu erwarten. Trotzdem konnten wir erneut zeigen, was in der Hochschule Karlsruhe und unserem Team steckt.
Die Ergebnisse auf einen Blick
- Overall: 11. von 80 Teams
- Business Plan: 4. Platz
- Cost Report: 27. Platz
- Engineering Design: 20. Platz
- Skidpad: 18. Platz
- Acceleration: 6. Platz
- Autocross: 16. Platz
- Endurance: 5. Platz
- Efficiency: 4. Platz
Herausforderungen bereits vor dem ersten Meter
Die FSG hat ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre gemacht. Bereits bei den Scrutineerings wurden wir mit anspruchsvollen Prüfungen und teilweise kreativen Auslegungen des Reglements konfrontiert. Wir ließen uns davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konnten unseren F-120 erfolgreich durch die technischen Abnahmen bringen.
Besonders herausfordernd waren für uns die neu gestalteten Formate im Cost Report und Engineering Design. Die veränderten Abläufe und Anforderungen haben uns einiges abverlangt, sodass wir in diesen Disziplinen leider einige wertvolle Punkte liegen lassen mussten.
Auf der Strecke zeigte sich dagegen deutlich, wie sehr sich unsere Arbeit der vergangenen Monate ausgezahlt hatte.
Top 6 in der Acceleration
In der Acceleration konnten wir einen beeindruckenden 6. Platz erreichen.
Bei einer Disziplin, in der es auf jedes Detail ankommt, konnten wir gleich mehrere unserer technischen Entwicklungen erfolgreich auf die Strecke bringen. Unser neu entwickeltes Regelungsmodell sorgte dafür, dass die Leistung des Fahrzeugs noch effizienter auf den Asphalt gebracht werden konnte. Gleichzeitig machte sich unsere konsequente Arbeit an der Gewichtsreduzierung bemerkbar.
Das Ergebnis: Platz 6 unter 80 Teams – ein deutlicher Beleg dafür, dass unser technisches Konzept funktioniert und sich die zahlreichen Entwicklungsstunden gelohnt haben.

Eine herausragende Endurance
Noch stärker präsentierte sich der F-120 in der Endurance.
Nachdem wir bei der FSAustria noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, konnten wir am Hockenheimring ein nahezu perfektes Rennen absolvieren. Das Fahrzeug lief zuverlässig, wir konnten es konsequent pushen und dabei einige starke Teams hinter uns lassen.
Am Ende stand ein herausragender 5. Platz in der Endurance.
Doch nicht nur schnell, sondern auch effizient waren wir unterwegs: Mit unserer starken Performance und einem niedrigen Energieverbrauch sicherten wir uns zusätzlich den 4. Platz in der Efficiency-Wertung.
Gerade die Endurance ist für uns eine der aussagekräftigsten Disziplinen. Hier muss das gesamte Fahrzeugkonzept funktionieren: Antrieb, Regelung, Fahrwerk, Elektronik, Kühlung und natürlich die Zuverlässigkeit müssen über die gesamte Renndistanz zusammenspielen. Dass wir hier einen 5. Platz erreichen konnten, ist deshalb ein besonders großer Erfolg und eine Bestätigung für die Entwicklung unseres F-120.

Ein erfolgreicher Auftritt bei der FSG
Am Ende konnten wir mit dem 11. Gesamtplatz von 80 Teams ein starkes Ergebnis erzielen und uns gegen zahlreiche renommierte technische Universitäten und Hochschulen aus aller Welt behaupten.
Natürlich bleibt dabei auch ein kleiner Wermutstropfen: Unser autonomes System konnten wir bei diesem Event leider noch nicht einsetzen. Dadurch gingen uns wertvolle Punkte in der Gesamtwertung verloren. Gleichzeitig macht uns genau das Ergebnis besonders stolz: Wir waren das erfolgreichste Team ohne autonom fahrendes Fahrzeug bei der FSG.
Damit haben wir gezeigt, dass unser Fahrzeugkonzept auch im direkten Vergleich mit der internationalen Spitze konkurrenzfähig ist.
Und wir sind noch lange nicht am Ziel. Die Erfahrungen aus dieser Saison nehmen wir mit in die nächste Entwicklungsphase. Unser Ziel für das kommende Jahr ist klar: Das autonome System endlich zuverlässig auf die Strecke zu bringen – und damit die Top 10 der FSG anzugreifen.
Onboard-Aufnahmen unseres Rennwagens: YouTube
Offizielle Bilder des Events: FSG Media