Arbeiten am Torsionsprüfstand

Installation der Messuhren am Torsionsprüfstand

 

Am 11. und 12. November 2019 hat das Team einen Torsionsprüfstand bei der Firma JHM Metallbau-Werkzeugbau-Messtechnik GmbH & Co.KG in Jockgrim aufgebaut. Ziel war die Validation der Steifigkeit von Fahrwerk und Chassis der beiden letzten Fahrzeuge. Dabei wird die hintere Radaufhängung mit Konsolen fest am Prüfstand eingespannt. Die vordere Radaufhängung wird drehbar gelagert und über einen 2 m langen Hebelarm mit Gewichten belastet. Das dadurch entstehende Drehmoment tordiert den Boliden statisch. Durch diese Tests kann eine Annäherung an das Fahrverhalten auf der Rennstrecke dargestellt werden. Die durch die Torsion entstehenden Verdrehungen werden mit Hilfe von Messuhren aufgenommen und in einer Messreihe dokumentiert. Die Gesamtsteifigkeit setzt sich aus Steifigkeit des Monocoques und der Steifigkeit des Fahrwerks zusammen. Zusätzliche Messuhren an den vorderen Achsschenkeln ermöglichen die Steifigkeit des Fahrwerks und darüber die Steifigkeit des Monocoques zu berechnen. Für eine valide Messung darf sich der Prüfstand nicht bewegen. Deshalb ist er mit Nutensteinen und Bolzen in der Maschinenplatte von JHM festgespannt.
Die gemessene Gesamtsteifigkeit des Rennwagens beträgt ungefähr 2 kNm/°, damit sind wir sehr zufrieden. Außerdem haben die Messungen gezeigt, dass das Fahrwerk weicher ist als erwartet und das Chassis eine sehr gute Torsionssteifigkeit erzielt. Mit den Erkenntnissen aus den Tests kann die FEM-Simulation validiert werden. Dadurch sind die Messungen die Grundlage für die Auslegung des nächsten Monocoques.
High Speed Karlsruhe bedankt sich für die großzügige und unkomplizierte Unterstützung der JHM Metallbau-Werkzeugbau-Messtechnik GmbH & Co.KG.
Herzlichen Dank auch an die TRE GmbH aus Neustadt, die uns zum wiederholten Male ihren mobilen Torsionsprüfstand ausgeliehen hat.